Kinderaugenheilkunde
Kinder sind bei uns Willkommen!

Wir untersuchen und behandeln gerne Kinder und versuchen eine kindgerechte, altersentsprechende und entspannte Atmosphäre zu schaffen, so dass die allermeisten Kinder gerne wieder zu uns kommen. Viele Untersuchungen können mit geschultem Auge und viel Berufserfahrung in einem spielerischen Umfeld durchgeführt werden.

Wir bitten Sie jedoch, mit Ihrem Kind zu Zeiten zur Untersuchung zu kommen, in denen es ausgeruht und aufmerksam ist, da dies einen wesentlichen Einfluss auf die Untersuchungsergebnisse und den Ablauf der Untersuchung hat.

Sollten einmal pupillenerweiternde Augentropfen notwendig sein, besprechen wir dies vorab und planen gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Kind einen dafür günstigen Termin. Wir führen diese Untersuchung jedoch nicht automatisch oder bei jedem Besuch durch.

Sie können zu einer gesunden und normalen Entwicklung der Sehfähigkeit Ihres Kindes und zur frühzeitigen Erkennung von möglichen Sehstörungen beitragen, wenn Sie Ihr Kind im täglichen Leben aufmerksam beobachten und bei den unten aufgeführten Besonderheiten mit uns sprechen.

  • Kopfschmerzen
  • Augenschmerzen
  • Schnelle Ermüdung beim Lesen, auch mit vorhandener Brille
  • Probleme beim Blickwechsel von Fern (Tafel) auf Nah (Heft) und umgekehrt
  • Häufiges Absetzen der vorhandenen Brille oder vorhandene Brille verbessert das Sehen nicht mehr
  • Augenbrennen und -tränen / Augenreiben
  • Rote Augen
  • Druck auf oder hinter den Augen
  • Müdigkeit, trotz ausreichendem Schlaf
  • Konzentrationsfähigkeit lässt schnell nach
  • Schiefe Kopfhaltung
  • Zappeligkeit
  • Schlechte Fein- und/ oder Grobmotorik
  • (Ballfangen, Gleichgewicht wie Fahrradfahren, Malen, Basteln, Ausschneiden)

Wichtig für die Sehentwicklung Ihres Kindes ist, dass Sehstörungen frühzeitig erkannt werden, weil dann die Behandlung die besten und die schnellsten Erfolge bringt.

Kinder sollten dem Augenarzt vorgestellt werden...

...sofort

Kinder mit Auffälligkeiten im Bereich der Augen (ein- oder beidseitig) wie zum Beispiel Lidveränderungen (insbesondere hängende Lider mit Verlegung der Pupille), Trübungen der Hornhaut, grau-weißliche Pupille, Augenzittern oder große Augen mit Lichtscheu.

Auch bei häufigeren Kopfschmerzen, insbesondere nach der Schule oder bei Verschwommensehen in der Schule oder beim Fernsehen sollte dringend eine Überprüfung der Sehschärfe erfolgen.

...Säuglinge und Kleinkinder

Alle Risikokinder für Schielen, Brechungsfehler und/oder erbliche Augenerkrankungen, zum Beispiel Frühgeburten (Schielen, Kurzsichtigkeit), Kinder schielender oder stark fehlsichtiger Eltern oder Geschwister (Kurz- und Weitsichtigkeit), Kinder aus Familien mit bekannten und bereits bei Geburt vorhandenen erblichen Augenerkrankungen.

...Kindergarten- und Vorschulkinder

Alle übrigen Kinder zur Entdeckung des kleinwinkeligen Schielens und zur Überprüfung der Sehschärfe und des beidäugigen Sehens (Stereosehen oder räumliches Sehen).

Nach der Entwicklung eines normalen beidäugigen Sehens kann in den Folgejahren noch ein gut behandelbares sogenanntes normosensorisches Spätschielen auftreten.

...Schulkinder und Jugendliche

Wenn in der Familie Schwierigkeiten bei der Farbwahrnehmung bekannt sind (Rot-Grün-Schwäche oder Blindheit) sollten Kinder rechtzeitig untersucht werden, da spätere Probleme in der Schule und Einschränkungen in der Berufswahl frühzeitig erkannt werden können.

...bei Verdacht auf ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätssyndrom)
oder Legasthenie

Bei diesen Kindern sollte immer eine Überprüfung der Sehschärfe und des Zusammenspiels beider Augen erfolgen. Oft ist hierzu auch die Gabe von pupillenerweiternden Augentropfen notwendig. Gerade bei diesen Kindern sehen wir häufig eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Linkshändigkeit oder eine Beeinträchtigung der Auge-Kopf-Hand-Koordination.

Hier arbeiten wir mit erfahrenen Ergotherapeuten und Optometristen zusammen, die mit einem gezielten und meist auch spielerischen Training „kleine Wunder“ bewirken können. Gerade in der Schule gibt es dann richtig gehende Leistungssprünge und plötzlich macht das Lesen Spaß! Manchmal ist auch eine Brille unterstützend notwendig, dann wenn sie eine spürbare Verbesserung oder Erleichterung bringt und von Ihrem Kind gerne und freiwillig getragen wird.

Sprechen Sie bitte mit uns, wenn Sie zu diesem Themengebiet weitergehende Fragen haben.