Vorsorgeuntersuchungen

Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig. Es gibt eine Reihe von Erkrankungen, die Sie selbst erst relativ spät bemerken.

Viele Augenerkrankungen können un- oder zu spät behandelt zur Erblindung führen. Bei rechtzeitiger Erkennung und Behandlung kann dies jedoch meist verhindert werden. Dies gilt zum Beispiel für Netzhautlöcher vor allem bei Kurzsichtigen oder den "Grünen Star" (Glaukom). Werden diese früh genug erkannt und behandelt, kann Ihr Augenlicht so gut wie immer erhalten bleiben.

Bei anderen Krankheiten können die Folgen abgeschwächt oder verzögert werden (z.B. bei der altersbezogenen Makuladegeneration AMD).

Erkrankungen wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder ein erhöhtes Schlaganfallrisiko können ebenso wie stressbedingte Gefäßveränderungen durch vorsorgliche Augenuntersuchungen frühzeitig festgestellt werden.

Folgende Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig

  • Sehkraftprüfung: Hierbei wird die maximale Sehkraft bestimmt, die viele Aufschlüsse über die Funktionsfähigkeit der Augen und Augennerven gibt.
  • Gesichtsfelduntersuchung: Die computergestützte Überprüfung gestörter Wahrnehmungen, ausserhalb eines zentralen Punktes bei diversen Augen-, Nerven- oder Gehirnerkrankungen.
  • Augeninnendruckmessung: Ein erhöhter Augeninnendruck kann die Nervenfasern schädigen ("Grüner Star“ = Glaukom). Ohne brennende Augentropfen oder irritierende Luftstöße ist es möglich, den Augeninnendruck nahezu berührungsfrei mit der Rebound-Tonometrie zu messen.
  • Untersuchung der Stelle des schärfsten Sehens: Mit einer Testkarte wird die Funktion der zentralen Netzhaut untersucht, die beispielsweise bei der "Makuladegeneration" eingeschränkt ist. Ergeben sich hierbei oder bei der Lupenuntersuchung Auffälligkeiten, kann es sinnvoll sein mit einem speziellen Laser (OCT) eine schmerzfreie, mikroskopisch genaue Schichtaufnahme der Netzhaut durchzuführen.
  • Augenhintergrunduntersuchung: Ohne Pupillenerweiterung wird die gesamte Netzhaut schmerzfrei mit einem Laser in wenigen Sekunden untersucht. Das Ergebnis wird auf dem Monitor dargestellt und mit Ihnen ausführlich erläutert. Bei wiederholten Untersuchungen können diese im Detail auf Veränderungen hin verglichen werden.
  • Gefäßanalyse: Bei einer Augenhintergrunduntersuchung kann mittels der genauen Analyse der Netzhautgefäße z.B. ein erhöhtes Schlaganfallrisiko festgestellt und Vorschläge zur Behandlung und weitere Untersuchungen für den Hausarzt ermittelt werden.

Überblick der empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen

Bis zum 40. Lebensjahr

Alle 3 Jahre – Prüfung der maximalen Sehkraft und Augenhintergrundsuntersuchung ohne Weitstellung der Pupille mit dem OptoMap®

40. bis 50. Lebensjahr

Alle 2 Jahre – Bestimmung der maximalen Sehkraft, Beurteilung des Sehnervenkopfes, Augeninnendruckmessung mit dem Rebound-Tonometer, computergestützte Gesichtsfeldbestimmung und Augenhintergrundsuntersuchung ohne Weitstellung der Pupille mit dem OptoMap®

Ab dem 50. Lebensjahr

Jährlich Sehkraftprüfung – Bestimmung der maximalen Sehkraft, Beurteilung des Sehnervenkopfes, Augeninnendruckmessung mit dem Rebound-Tonometer, Untersuchung der Stelle des schärfsten Sehens (Makula), Augenhintergrundsuntersuchung ohne Weitstellung der Pupille mit dem OptoMap®

Alle 2 Jahre - Bestimmung der maximalen Sehkraft, Beurteilung des Sehnervenkopfes,Augeninnendruckmessung mit dem Rebound-Tonometer, Untersuchung der Stelle des schärfsten Sehens (Makula), computergestützte Gesichtsfeldbestimmung und Augenhintergrundsuntersuchung ohne Weitstellung der Pupille mit dem OptoMap®